Montag, 6. Oktober 2008

Tag 11 oder Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen


Es gibt im Moment viele Dinge, die in meinem Kopf herumschwirren und mir Kopfschmerzen bereiten.

So viele unbeantwortete fragen und zu viele Fakten, die sich als falsch herausgestellt haben.

Ich hätte mir gewünscht, dass die Tage im grünen, mir auf meinem Weg des inneren Friedens, mich näher an den Pfad der Erleuchtung gebracht hätten.

wie esoterisch.

Auf meiner noch immer dauernden reise der Selbstfindung durchreise ich die verschiedenen Ebenen der Transzendenz.

Wieso die Abkehr von Populismus und Kapitalismus, schwarz weiß denken, whether you`re with me or you`re against me?

Nun ja ich habe selbst gemerkt dass ich ein Junkie bin. In vielerlei Hinsicht.

Also befasste ich mich in den Tagen der fernsehfreien zeit mit den Thesen des mohandas ghandi.

(KS: Gandhi, Mohandas Karamchand, genannt Mahatma, (1869-1948), Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung und Verfechter des gewaltlosen Widerstands zur Durchsetzung politischer Ziele.




Gandhi wurde am 2. Oktober 1869 in Porbandar im heutigen Bundesstaat Gujarat geboren, studierte in London Jura und ließ sich 1891 in Bombay als Anwalt nieder. 1893 ging er als Rechtsberater einer indischen Firma nach Durban in der britischen Kronkolonie Natal in Südafrika, wo er sich als Angehöriger einer „niederen Rasse” behandelt sah. Empört darüber, dass indischen Einwanderern in großem Umfang bürgerliche Freiheiten und politische Rechte verweigert wurden, nahm er unverzüglich den Kampf für die Grundrechte der Inder in Südafrika auf.


Gandhi blieb 20 Jahre lang in Südafrika und wurde in dieser Zeit mehrmals inhaftiert. 1894 gründete er den Natal Indian Congress, in dem er den Widerstand der indischen Einwanderer gegen die diskriminierenden Rassengesetze organisierte. Unter dem Eindruck persönlich erfahrener Gewalt und beeinflusst von Lew Tolstoj, der christlichen Bergpredigt und Henry David Thoreau und dessen berühmtem Essay Civil Disobedience (Ziviler Ungehorsam) entwickelte Gandhi eine Politik des gewaltlosen Kampfes, des passiven Widerstands und der Verweigerung der Zusammenarbeit mit den Behörden. Gandhi selbst hielt die Bezeichnungen passiver Widerstand und ziviler Ungehorsam für seine Absichten für ungeeignet und prägte für seine Politik den Begriff Satyagraha (Sanskrit: Hingabe an die Wahrheit), d. h. unbedingtes Festhalten an dem als wahr Erkannten und, im Sinne dieses Wahren, gewaltloser Widerstand gegen jedes Unrecht.)

Ein politiker hat mal über ihn gesagt „später wird man es nicht für möglich halten dass ein Mensch, wie er unter uns weilte, und wandelte“ so hoch wie die achtung, die ghandi erfahren hatte.

In Zeiten von Kriegen ethischen säuberungen, Bankenpleiten, Finanzkrisen, Aufgabe der Persönlichkeitsrechte, staatlich befohlener Überwachung, und politischen Opportunisten, die immer sich immer wie die Fahne im Wind verhalten, wünscht man sich doch wieder Vorbilder, wie jenen ghandi oder wenigstens einer Dampfwalze wie Strauß, die auch mal aneckt und die Menschen mit ihren aussagen begeistert oder einen Sturm der Entrüstung von der Leine lässt, und nicht so einen mediengeilen Dalai Lama oder öko-terroristen von bauern horst seehoder.

Wäre es heute genauso angebracht, passiven Widerstand gegenüber dem System zu üben?

Die RAF (KS: Rote-Armee-Fraktion (Abkürzung RAF), Eigenbezeichnung einer 1968 entstandenen linksextremistischen und gegen das gesellschaftliche System der Bundesrepublik Deutschland gerichteten terroristischen Gruppierung, die aus der nach ihren Anführern Andreas Baader und Ulrike Meinhof benannten Baader-Meinhof-Gruppe hervorging. Die RAF verstand sich als Teil des internationalen Terrorismus, ihre Mitglieder wurden zum Teil im Nahen Osten von palästinensischen Widerstandskämpfern militärisch ausgebildet und unterhielten Beziehungen zu terroristischen Gruppen im Ausland wie der Action Directe in Frankreich, der IRA in Irland oder den Roten Brigaden in Italien. Seit den achtziger Jahren erhielten RAF-Mitglieder Ausbildung und Unterschlupf auch in der DDR. Ihr Vorbild waren die Tupamaros im Uruguay der sechziger Jahre. Im Umfeld der RAF agierten eine Reihe nicht aktiver Sympathisanten. Die Rote-Armee-Fraktion hatte ihre Wurzeln in der außerparlamentarischen Opposition (APO) und der Studentenbewegung der sechziger Jahre. Zu den Aktionen der RAF gehörten neben Anschlägen auf US-amerikanische Einrichtungen in Deutschland vor allem Attentate auf Repräsentanten des Staates und der Wirtschaft. Viele dieser Aktionen stellten Befreiungsversuche oder Racheakte für inhaftierte bzw. getötete RAF-Mitglieder dar. Seit Anfang der siebziger Jahre verübte die RAF planmäßig Gewaltakte gegen Menschen. In den 20 Jahren Terror wurden dabei mindestens 30 Menschen getötet.),hatte es ja mit Terror versucht und war gescheitert , oder macht es einfach keinen Sinn und ich schaue so lange weg bis das Problem von alleine gelöst ist?

Ich glaube diese Verdrossenheit des aktivismus ist überall zu sehen, man interessiert sich nicht mehr für Politik geschweige denn etwas anderen essentiellen als, welcher designer? ,welche schuhe?, wie oft, wie lang oder sonst etwas anderen trivialen,“ man sagt lieber im Bezug auf politik „gegen die da oben kann ich doch nichts machen“, doch dieser Trend zum wegschauen, hat sich in den letzten Jahren immer mehr verbreitet, und heute ist es ja schon nonchalant, wenn einem alles egal ist.

Furchtbar.

Aber warum ist das so? Warum geht meine Generation nicht mehr auf die Straße und demonstriert mit zehntausenden gegen irgendetwas? wer kennt denn noch die these von kant?

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

Der einzige, der Menschen heute noch bewegen kann auf die straße zu gehen, ist der Demagoge, Rattenfänger und ehemalige burgerbrater Oskar Lafontaine, der unwahrheiten erzählt und ungehindert überall ohne widersand verbreiten kann.

So langsam habe ich das Gefühl, dass man den den unmündigen bürgern und den eliten, einfach mal eine lüge nach der anderen um die ohrern hauen mus, so lange bis sie die lüge glauben, und als referenzen in punkto Glaubwürdigkeit, hole ich mir olli geißen, günter jauch, kai pflaume, stefan raab, tokio hotel, sido & bushido und den impf ich dann ein, jeden Tag dazu aufzurufen sich für oder meinetwegen auch gegen Politik zu engagieren mithile meiner wie vom fließband produzierten lügen, aber das wird wohl nicht gehen , denn die kochen ja alle ihre eigene Suppe, und motivieren bekanntermaßen, das Volk dazu mehr Bier zu trinken……………….um den Regenwald zu retten.

na dann prost.

Disco

Sonntag, 5. Oktober 2008

"Hartz IV für blöde Banker" von Joachim Dreykluft


700.000.000.000 Mrd $ für die US-Banken. 10.600.000.000 Euro für die IKB. Eine noch unbekannte Summe für die Hypo Real Estate. Dazu Fortis, Northern Rock. Man verliert so langsam den Überblick. Die Banken müssen gerettet werden. Damit das System weiter funktioniert - nicht alles zusammenbricht. Das stimmt wohl. Leider. Denn die Allgemeinheit, der Steuerzahler, ist brutal erpressbar geworden.

Das System war aus Bankersicht über Jahre rational. Eigenkapital reduzieren, damit die Rendite stimmt. Auf AAA-Ratings vertrauen bei offensichtlichen Schrottpapieren, vor denen selbst die eigenen Analysten warnen. Diese Fehlsteuerung ist entlarvt - spätestens, seit im Sommer 2007 zwei Bear-Stearns-Hedge-Fonds die Grätsche machten. Dennoch wurde unablässig vom Anfang des Endes der Krise gefaselt. Alles unter Kontrolle. Weiter gezockt. Und nun: Pech gehabt. Wer konnte das wissen? Der Markt forderte halt 25, 30, 35 Prozent Eigenkapitalrendite. Geschafft! Geld verdient. Auch persönlich. Völlig zu Recht. Werte geschaffen! Wir sind so stolz.

Absurd wirken aus heutiger Steuerzahlersicht die zwei- bis dreistelligen Millionengehälter pro Jahr, die sich die Top-Manager der US-Investmentbanken in den vergangenen Jahren zur Seite legen konnten. Auch in Deutschland konnte man viel verdienen. Josef Ackermann von der Deutschen Bank war ein populäres Beispiel. Dabei war er nicht einmal der Topverdiener seines Geldhauses. Auch an den Spitzen von IKB und Hypo Real Estate wurde im Jahr soviel beiseite geschafft, wie es sich ein normaler Mensch mit seiner Arbeit nur über Dekaden, wenn überhaupt, vorstellen kann.

Nun der Scherbenhaufen. Der Staat müsse den Ernst der Lage erkennen, heißt es in Sachen Hypo-Real-Rettung von den Banken. Und selbst einspringen. Toll. Die Allgemeinheit blutet. Auch die Aktionäre, die Eigentümer, müssen zahlen. Oft Kleinanleger, die ihr Geld in gutem Glauben, und oft nach Hinweis ihres Bankberaters, in Aktien der Geldhäuser steckten.

Die Verantwortlichen müssen persönliches Risiko tragen

Wer nicht blutet: Die Topbanker, die in den vergangenen Jahren ihre Gehälter damit rechtfertigten, dass sie: a) soviel Risiko tragen, b) soviel verdienen, weil sie Gutes tun für Aktionäre und Allgemeinheit. Okay. Ihr Job ist vielleicht weg. Aber die Gehälter plus Topboni aus den vergangenen Jahren sind noch da. Hoffentlich auf dem Konto einer Bank, die es schafft (zur Not gerettet von uns allen).

Von einer besseren Regulierung ist in diesen Tagen viel die Rede, auch beim Finanzkrisengipfel in Paris, wo Möchtegernfinanzexperten wie Silvio Berlusconi, Angela Merkel (deren persönliche Ersparnisse laut „Bild“-Interview sicher sind) und Nicolas Sarkorzy versuchen, die Lage erst einmal zu verstehen.

Regulierung kann nur eines heißen: Echtes persönliches Risiko für die Verantwortlichen. Es steht dem Gesetzgeber, in Deutschland, der EU, den USA frei, wirklich mutig neu zu entscheiden. Eine echte persönliche Haftung muss her. Klar: Wenn eine Bank pleite geht, gibt es tatsächlich keine andere Wahl, als die Risiken abzuwägen und sie dann, wenn die Abwägung es erfordert, zu stützen oder zu verstaatlichen.

Aber dann müssen die Verantwortlichen mit ins Risiko. Zwar entsprechen selbst die riesigen Vermögen derjenigen, die sich in den vergangenen fünf Jahren in "verantwortlicher" Position die Taschen vollgemacht haben, bei weitem nicht den Verlusten, die sie verursacht haben. Aber was hätten sie gemacht, hätten sie gewusst, dass sie in einer Situation, wie wir sie nun erleben, alles verlieren würden? Sie hätten ihre bisherige Haltung nicht mehr als rational verstanden. Sondern als persönlich brennend gefährlich. Für sich selbst, ihre Familien, ihre Erben.

Es braucht wieder echte Rationalität im System. Und eine entsprechende Regulierung. Die kann nur lauten: Wer sich so verhält, wie es viele Bankmanager in den vergangenen fünf Jahren getan haben, muss mit dem Risiko einer persönlichen Totalpleite konfrontiert sein. Nur so entsteht eine Logik, die das Wohl der Bank und das Wohl der Allgemeinheit vereint. Deshalb kann das Ziel einer künftigen Regulierung nur lauten: Macht logisches Verhalten sozial kompatibel - per persönlicher Haftung. Oder einfach ausgedrückt: Hartz IV für blöde Banker!

Samstag, 4. Oktober 2008

"Wo sind die 68er der DDR?"von Horst von Butler


Zitat "Lafontaine und die Linke verbreiten Unwahrheiten, brechen Tabus und und deuten DDR-Geschichte um. Sie besetzen Terrain - dass ihnen aus Machtkalkül kampflos überlassen wird. Es ist Zeit für den Gegenschlag.

Vor seiner Zeit als Politiker hat Oskar Lafontaine einige Jahre als Hilfskoch in einem texanischen Schnellrestaurant gearbeitet. Ausgebeutet in Amerika. Daher sein Hass auf den Kapitalismus.

Ich kann diese Behauptung zwar nicht belegen, und im Grunde stimmt sie auch gar nicht. Dennoch werde ich sie beizeiten wiederholen, denn Lügen - das lernen wir erneut in diesen Tagen - sind nur eine Frage der Hartnäckigkeit. Schon George Orwell hat eindrucksvoll vorgeführt, dass Behauptungen nur beharrlich genug wiederholt werden müssen, damit sie wahr werden. Das gilt sogar für die Rechnung 2 + 2 = 5.

Doch bleiben wir bei der Politik: Es gibt derzeit wohl kaum einen Politiker, der so dreist, ungestraft und erfolgreich Unwahrheiten verbreiten kann wie Oskar Lafontaine. Seit Wochen reckt er seinen Hals in Talkshowrunden und erzählt, dass Angela Merkel in Moskau studiert habe. Die Stoßrichtung ist klar: Merkel gleich Moskau gleich Kommunistin gleich liebe Linkspartei.

Perfider Trick

Zuletzt hat Lafontaine den Unsinn bei "Hart aber fair" erzählt, wo nach der Sendung bekanntlich ein Faktencheck gemacht wird. Das Team von Frank Plasberg hat doppelt und dreifach gecheckt: Es ist eine Lüge.

Doch Lafontaine fährt unbeirrt fort und wendet einen perfiden Trick an: Es ist so lange wahr, bis die Betroffene (in diesem Fall Merkel) das Gegenteil beweist.

All das wäre nur eine Posse oder ein kurioser Feldzug eines kühn kalkulierenden Demagogen, wenn es nicht ein Symptom von etwas viel Gefährlicherem wäre: Es ist eine Strategie, mit der Terrain gewonnen wird. Denn darum geht es: um Deutungshoheit über DDR-Geschichte, Relativierung von Verbrechen, Enttabuisierung.

Deshalb schreibt Lafontaine Biografien um, wirft die Frage auf, Schaeffler zu enteignen, stellt die Zwangsvereinigung von SPD und KPD als Liebesheirat dar und hofiert kolumbianische Terroristen. Deshalb leugnen PDS-Politiker ihre Stasiverbindungen, bis sie verblassen, und skizzieren die DDR als etwas schlecht organisiertes, aber im Grunde doch lieb gemeintes soziales Wohnheim. Deshalb verhöhnen ehemalige Stasioffiziere Zeitzeugen und Opfer der DDR.

Die Opfer stören

Henryk M. Broder hat in seiner "Kritik der reinen Toleranz" in anderem Zusammenhang das Problem so formuliert: "Anders als in einem Physiklabor gibt es in der Gesellschaft kein Vakuum. Wenn eine Seite zurückweicht, rückt die andere vor und besetzt den frei gewordenen Raum." Nirgendwo hat sich die Raumgewinnung erschreckender und realer manifestiert als in der Gedenkstätte Hohenschönhausen, dem Ort der Stasiverbrechen, wo vor zwei Jahren 200 Militärs und Stasikader Regimeopfer niederbrüllten. Die Lüge ist auch eine Frage der Lautstärke.

Oskar Lafontaine, der vor seiner Zeit als Politiker einige Jahre als Hilfskoch in einem texanischen Schnellrestaurant gearbeitet hat, benutzt bei seinen Eroberungen eine rhetorische Figur - auch in der Causa Schaeffler: "Wir sind der und der Meinung. Man kann da natürlich anderer Meinung sein."

Seine Meinung ist sein gutes Recht, das Problem ist nur: Es gibt derzeit niemanden, der die "andere Meinung" ebenso klar, nachhaltig und unverfroren artikuliert. (Der letzte, der es schaffte, Lafontaine zu filetieren, war Friedrich Merz.) Lafontaine und die Linke können fast ungehindert vorstoßen, Widerspruch gibt es vielleicht im "Bayernkurier" oder von DDR-Bürgerrechtlern.

Aber die scheinen ja ohnehin inzwischen viele eher zu stören: Immer diese Foltergeschichten und Mauertoten-Mantras - wer will das noch hören? Man will 2009, im großen Wahljahr, 20 Jahre nach Mauerfall, schließlich Zukunft planen und nicht Vergangenheit bewältigen. Koalition statt Konfrontation, darum geht es. Überspitzt gesagt: Die DDR-Täter werden in Deutschland noch gebraucht.

",Es war nicht alles schlecht‘ stand am Anfang der Verklärung der DDR", sagt die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld. Der Kampf um die Deutungshoheit habe 1994 nach der Tolerierung der SPD durch die PDS in Sachsen-Anhalt begonnen. Heute erscheine die DDR vielen als "Sozialparadies", eine Verklärung, die inzwischen auch gezielt wissenschaftlich untermauert werde.

Das wäre für die Linke die ideale Reduzierung: Die DDR, ein Staat voller Kinderkrippen und Ampelmännchen, voller "Lebensleistungen" und privater Idylle.

Das Problem beschränkt sich nicht auf die DDR-Vergangenheit. Seit vielen Jahren wird mit dieser Strategie auch Sozialpolitik gemacht - und der Rest der Parteien genüsslich vor sich hergetrieben. Auch hier geht es nicht um die Richtigkeit, sondern die Beharrlichkeit: Man muss nur lange genug erzählen, dass Besserverdiener keine Steuern zahlen, dann stimmt es irgendwann. (Okay, noch mal für alle: Das oberste Viertel der Steuerzahler zahlt laut Statistischem Bundesamt 80 Prozent der Einkommensteuer; 8,2 Prozent, die mehr als 66.200 Euro verdienen, die Hälfte; die 9688 Euro-Millionäre mit Durchschnittseinkünften von 2,7 Mio. Euro zahlen im Schnitt 968.000 Euro. )

Eine Lieblingszahl Lafontaines, der vor seiner Zeit als Politiker einige Jahre als Hilfskoch in einem texanischen Schnellrestaurant gearbeitet hat, ist die Steuer- und Abgabenquote - sie liege, sagt er, im Schnitt in allen EU-Staaten fünf Prozentpunkte über der in Deutschland. Die Lösung ist also simpel: Einfach wie ein DJ den Abgabenregler um fünf Punkte hochziehen, macht 120 Mrd. Euro, Deutschland ist gerettet. Wenn das so ist, sollte man ihn nicht gleich um 10 oder 15 Punkte hochziehen? Dann hätten wir 240 Mrd. Euro oder 360 Mrd. Euro - mehr als einen Bundeshaushalt noch mal obendrauf!

Es geht auch umgekehrt: Würden wir den Hartz-IV-Satz nur um 20 Euro senken, könnten wir auf einen Schlag 50 Mrd. Euro in Schulen und Universitäten stecken. Der Satz läge damit immer noch an der Spitze der OECD. Stimmt das? Keine Ahnung. Sag ich trotzdem. Jetzt bin ich am DJ-Pult.

Lafontaine ist weiß Gott nicht der einzige Politiker, der lügt und falsche Zahlen in die Welt setzt. Er betreibt es bloß in einem beunruhigenden Ausmaß und mit einer unverschämten Intensität - und er gewinnt damit seit Jahren Terrain und Stimmen. Reiche zahlen keine Steuern. 2 + 2 = 5.

Das wird dazu führen, dass wir in Deutschland schon bald - im Wahljahr 2009, 20 Jahre nach dem Mauerfall - ganz ungeniert und locker einmal wieder über die Eigentumsfrage diskutieren, die Systemfrage stellen und endlich klären können, wie gut oder schlecht die DDR wirklich war. Wir werden bei "Anne Will" sozialistische Experimente erörtern, die in allen Kulturen und Erdteilen die gleichen unmenschlichen Herrschaftsformen herausgebildet, das Land ruiniert und Millionen umgebracht haben. (Ein Physiker würde sagen: Versuchsreihe dringend abbrechen.)

Wobei die Linke beharrlich so tut, als habe sie damit nichts zu tun: Das war doch alles Staatssozialismus!, bekunden die Heerscharen der Antistalinisten. Wir wollen den richtigen Sozialismus! Es klingt ein wenig wie ein Bäcker, der ständig Brötchen anbrennen lässt und sagt: Das war der Ofen.

Um das Szenario zu verhindern, brauchen wir für 2009 etwas ganz anderes: Statt Koalitionsverhandlungen muss der Kampf um die Deutung der DDR wieder aufgenommen - und gegen die Linke geführt werden.

Wir brauchen die "68er der DDR", eine Generation oder Gruppe, die Fragen stellt und die Täter herausfordert.

Wir brauchen eine Kultur der Erinnerung, die Tabus festschreibt, ohne Ost und West zu spalten. Wenn etwas getrennt werden muss, dann die Lebensleistung der normalen DDR-Bürger von den Lebenslügen der DDR-Kader.

Wir brauchen eine Kultur der Ächtung für DDR-Geschichtsverzerrung. (Jeder kleine Hitler-Vergleich wird schlimmer geahndet.)

Wir brauchen sogar einen Guido Knopp der DDR, der die Geschichte massentauglich und in allen Facetten verbreitet.

Ach ja, und die Union braucht einen Friedrich Merz, der jemanden wie Lafontaine filetieren kann. Wissen Sie eigentlich, was Lafontaine vor seiner Zeit als Politiker gemacht hat?

Freitag, 3. Oktober 2008

Tag Acht oder Aufgeben ist keine Option


Das Experiment ist beendet.

Vor drei Tagen ging ich wie jeden morgen in unser stylishes Loft zum Multi Brainstorm-meeting und den üblichen consumerbenchmarks ,da berichtete mir mein außerordentlich begabter troubleshootingagent von Kollege, von einem ungeheuerlichen Experiment, welches wohl so in Deutschland noch nie stattgefunden hatte.

Bei seinen Erzählungen trat mir die Zornesröte ins Gesicht, meine Arteria carotis externa pulsierte vor Schreck, so etwas schreckliches, widerwertiges, perverses hatte ich bis dato noch nicht gehört.( Mal abgesehen von den Gesangsversuchen eines Paul Potts) Die Macher dieses Experiments gehörten meiner Meinung nach alle für Sodomie für immer , am besten irgendwo auf einer Insel im Atlantik, eingesperrt . Genauso hatten es ja auch die Engländer mit Napoleon gemacht, der den Rest seines Lebens nach seiner Gefangennahme auf der unfassbar abartigen Insel Elba verbringen musste. Die gerechte Strafe für den kleinen Mann der das erste bürgerecht, nach den Griechen und RÖMERN, in Europa entwickelte und etablierte (klugscheißerinfo: Code civil, auch Code Napoléon, französisches Gesetzbuch des bürgerlichen Rechts, in Kraft getreten am 21. März 1804 und trotz vieler Änderungen bis heute gültig. Es gilt – neben der Neuorganisation der Verwaltung – als wichtigstes innenpolitisches Werk Napoleons. Als juristische Festschreibung der gesellschaftlichen Ordnung nach der Französischen Revolution und Vorbild für die Rechtsverhältnisse in großen Teilen Europas und darüber hinaus war der Code civil von hoher Bedeutung für die internationale Rechtsgeschichte. )

Diese an Sodomie grenzende Experiment handelte von dem Versuch eines Fernsehsenders, einer Familie unfassbare 3 Tage die Möglichkeit zu nehmen fernsehen zu schauen. Allein bei dem Gedanken bekomme ich Gänsehaut, ich bin ein Verfechter der gepflegten Fernsehunterhaltung, ich stelle mir dafür extra den Wecker um 0200 Uhr morgens um auf arte einen kulturbeitrag über die philippinische Barockzeit zu schauen. Mir diese Möglichkeit zu nehmen wäre ein tätlicher Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte.

Diese Durchschnittsunterschichtsfamilie musste also für ganze 3 Tage ihre Hightech Spielzeuge abgeben. Und was dann geschah kann man nur als eine menschliche Tragödie bezeichnen. Was macht man denn ohne Fernseher, vor allem wenn man Kinder und eine frau hat und zu allem Übel auch noch Wochenende mit Formel eins vor der Tür steht. Man ist doch was ganz anderes gewöhnt, im Normalfall (bei mir ist es ja genau so), macht man als erste Amtshandlung am Wochenende den Fernseher morgens um 08 Uhr an, man könnte ja was verpassen. Und freut sich dann natürlich auf das ganz große Programm der privaten Fernsehanstalten. (Anmerkung Wenn Gott gewollt hätte das es kein gutes Fernsehen gibt, warum hat er uns dann Sender wie, sat1 RTL und meinen Lieblingsinnovationssender rtl2 erfinden LASSEN.)

Tja aber diese masochistisch veranlagte Familie wollte sich selbst quälen und hat an diesem Experiment teilgenommen. Glücklicherweise hat der verantwortungsvolle Vater und Patriarch das Experiment abgebrochen und die Familie ist noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen.

Nun das geschah wie gesagt vor 3 Tagen, noch am selben Tag bzw. Abend (Mein Arbeitstag dauert 12 Stunden) wollte ich selber diese Transzendenz erfahren und wagte es meinen 124 cm FULL HD LCD TV von Samsung in Klavierlack Weiß vom Strom zu nehmen.

Es ist wie bei allen Junkies, die ersten Stunden fühlt man sich gut, der Schleier der sucht legt sich nur langsam. doch schon nach einigen weiteren stunden kommt die Ernüchterung und man fühlt sich unsicher und leer. Ein unfassbar erhabenes Gefühl ist das nicht, und ich wünsche auch meinem schlimmsten feinden nicht das was ich in den letzten Stunden und Tagen durchgemacht habe.

Es ist ja nicht nur die körperliche und psychische Abhängigkeit, sondern auch die Ausgrenzung der Gesellschaft, die intolerant mit dem Thema der Fersehsucht umgeht. Genau so verhält sie sich auch gegenüber den 40 % der erwachsenen deutschen Bevölkerung die schwere Knochen haben oder an Adipositas leiden. (KS: Adipositas, auch Übergewicht oder Fettsucht, medizinisch relevanter körperlicher Zustand, der durch eine zu umfangreiche Fetteinlagerung gekennzeichnet ist, meist infolge übermäßiger Nahrungsaufnahme und unzureichender körperlicher Aktivität)

Die Definition ist eine Lüge, denn in Wahrheit hat jeder der fett ist, nur schlechte Gene und ernähren tun sie sich auch nicht schlecht. Wer etwas anderes behauptet hat von tuten und blasen keine ahnung.

Am schlimmsten waren die Momente, wenn die Kollegen über die Affären der VIP`s, wie Lindsay Lohan und ihrer lesbischen Freundin gesprochen haben, und ich nur daneben stehen konnte und einfach nicht in Stande war etwas sinnvolles oder geschweige denn nur ein wenig sachbezogenes zu diesem Thema zu erwähnen oder beizutragen.

Ich war nur noch ein Häufchen Elend, ich hatte in diesen Tagen des Selbstzweifels beinahe meine ganzen sozialen Kontakte verloren und beinahe jeden Lebensmut. doch ich sah schon das Licht am Ende des Tunnels und ich habe mir zugeredet, Disco gib nicht auf, Tzchakka du schaffst es!

heute war es dann wieder so weit und ich konnte alles sehen, welch berauschendes Gefühl, ihr habt mich wieder k11 Kommissare im Einsatz, Alarm für Kobra 11, lenßen und Partner, taff, avenzio, deine Chance, Angelika kallwass, explosiv, Richterin salesch olli Geißen, frauentausch, das Aschenputtel Experiment und ihr anderen nicht genannten Formate des Glücks und der Glückseligkeit, und nicht wie die Bildungselite immer von sich gibt, die innere selbstzerfleischung einer gesellschaft lässt sich am grad ihrer bildung widerspiegeln, und der mensch von heutzutage neigt ja nun mal zu dieser perversion. der unwissenheit da er ja solange scheiße frisst, bis er selber denkt das scheiße eine delikatesse und etwas völlig normales ist .(KS: Perversion (lateinisch perversus: verkehrt, widersinnig), im allgemeinen Sprachgebrauch abwertende Bezeichnung für verschiedene Formen abweichenden, von der Gesellschaft als störend empfundenen Sexualverhaltens; in der Psychologie zunächst ähnlich, in neuerer Zeit jedoch vorsichtiger verwendeter Begriff, der sich hier vor allem auf zwanghaftes Verhalten bezieht.)

Ich bin heilfroh dass das Experiment vorbei ist und ich wieder in mein altes Leben zurückkehren kann und ich setze sehr viel Vertrauen in die Menschen in meiner Umgebung das sie mich wieder in ihrer Mitte aufnehmen. Bitte, Bitte schenkt mir euer vertrauen, ich werde euch nicht enttäuschen wenn nötig besorg ich mir auch DVD*s aller Serien und Shows die in den letzten Tagen liefen nur um wieder mitreden zu können.

Die Lektion, die ich in den letzten Tagen gelernt habe, ist dass das wahre Leben viel zu schlecht ist als das es wahr sein könnte und ich deshalb lieber mit den Promis in einer fiktiven Welt lebe als in einer kümmerlichen, grauen, langweiligen, unspektakulären, unglamourösen von realo-terroristen und von Privatinsolvenzen gepeinigten Welt weiter leben muss. Basta.

Also bis dann Disco ( ich muss erstmal ab ins grüne mit picknickdecke und dvb-t Mini LCD)

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Tag Fünf oder Auf den Hund gekommen


es gibt ja tage, da gelingt einem alles! egal was man anfasst oder sonst irgendwie berührt es klappt einfach, blumen gedeihen wie aus zauberhand. wer kennst das denn nicht. okay ich bin zwar nicht mit einem grünen daumen geboren worden aber trotzdem würde ich von mir sagen, das mutter natur und ich nicht unbedingt auf kriegsfuss sind.

nun ist aber heute nicht unbedingt so ein tag den man als den oben genannten bezeichnen könnte. ich würde eher dahin tendieren ihn als den wohl miserabelsten tag seit mindestens zwei tagen zu bezeichnen.

erstens, diese verdammten pazifisten und ehlendigen kommunistischen weicheier von republikanischer partei, haben nicht genügend cochones, das problem das sie während ihrer schreckensherrchaft des allgemeinen wirtschaftswachstums und steigender löhne erschaffen haben. die riesige krake mit den 100 tentakeln des gierigen wallstreetbänkers, wieder zu besänftigen, indem sie es mit 700 MRD $ ersteinmal zufriedenstellen. und wie wird das argumentiert, das können wir dem armen Steuerzahler nichtantun. hmm…..ich weiß nicht welchen film die gerade schieben, aber die staatsverschuldung der Us und a ist heute so hoch das selbst die kinder meiner kinder und deren kinder und deren kinder noch dran zu knabbern hätten. was machen denn da noch 700 000 000 000 $ ? da lobe ich mir den hansi eichel und general anal peeeeeeeer steinbrück. der mann sagte vor 1 woche, das es keine rezession geben würde und die ganzen perversen Schlechtmaler ihre Aversionen bitte weiterhin im Keller spielen sollten.

genau dieser sagte dann plötzlich doch wieder , vorsicht freunde wir müssen uns auf schwierige zeiten bereit machen. es könnte ganz heikel werden. hmm… ein ganz schöner Opportunist dieser finanzminister.

diese bösen reichen bankiers, was sind das bloß für miese arschlöcher, man man man. es sind wahrscheinlich die ausgeburten des teufels, aber ich glaube mindestens eine gute sache muss man den heuschrecken von miesen bankiers doch zu gute führen. ich stelle nämlich die these auf, das ohne die trendy hippen Ultra gestylten wallstreet Hasardeure, starbucks es niemals geschafft hätte die ganze welt zu beherrschen.man stelle sich die welt mal nur ohne diese wunderbaren light coffaine cremay steamy low fat reduced double shot chocolate mocchachino frappucino dingsdabumsda vor. das wäre die hölle auf erden.

ich persönlich laufe ja egal zu welcher Tageszeit immer mit einem coffee-To-Go rum. (anmerkung Mccafe stinkt) man sieht einfach besser aus , der größte voteil aber ist, der becher passt einfach perfekt zu meinem customized white glossy iphone 3g. Leute mit Bluetooth headsets sind versager, das kann man auch jetzt mal erwähnen. diese opfer schaffen es einfach nicht in beiden händen etwas zu halten. achtet mal drauf , denn genau diese menschen tragen auch immer lederumhängetaschen so hoch dass man fast denkt es wären rucksäcke.

jedenfalls habe ich gedacht, als ich heute morgen um 6 bei meinem koffein dealer in meinem glänzenden jogginganzug, und dazu passendem stirnband auftauchte, wie es wohl wäre nicht so cool und trendig zu sein? das müsste sich ganz schön beschissen anfühlen, aber wenn der tag ja eh schon so fulminant begonnen hatte, dachte ich, teste ich das mal aus. also ab zurück ins apartment den fahrstuhl hoch (Anmerkung diese kleinen chinesischen wanderarbeiter sind ganz schön langsam geworden zeit dass ich sie auswechsel. )zu Conzoeala meiner übergewichtigen venezualischen köchin und deren ketterauchenden Chihuahua von mann Alfonszo, ab an seinen schrank, grauer pullover mit schwarzer hose entnommen und ab in den park. ich war schon sehr spät dran….

die ersten minuten lief alles ganz gut, doch dann bemerkte ich sie, 40 jährige sonnengebräunte, wasserstoff peroxid gefärbte sondeschulabgängerinnen mit ihren niedlichen kleinen Zwergpinschern.den ersten konnte ich noch gut ausweichen aber es wurden einfach immer mehr und dann geschah es .

platsch voll in die scheisse. … Das wäre mir in meinem Designersportdress garantiert nicht passiert.

Deswegen meine lektion für heute , kleider machen leute.

denkt mal drüber nach

bis dann Disco

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